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Service- und Informationsseiten
für Heilpraktiker
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Auf dieser und den folgenden Seiten finden Sie Arzneimittel die von der
pharmazeutischen Industrie zurückgeholt, bzw. zurückgerufen wurden sowie
wichtige Arzneimittelinformationen.
Letzte Einträge auf dieser Seite:
18.03.2008
Rückholungen und Informationen vom
März 2008
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Information
Mycophenolatmofetil (CellCept®): Rote-Hand-Brief
Einzelfallberichte zu Entmarkungsprozessen in der weißen
Gehirnsubstanz von Patienten (progressive multifokale
Leukoenzephalopathie, PML) unter Behandlung mit CellCept® sind nach
Angaben eines Rote-Hand-Briefs vom 18. Februar 2008 der Firma Roche
Pharma AG, 79639 Grenzach-Wyhlen, Anlass für die Aufnahme dieses
Krankheitsbildes in die Fachinformation. Bei allen Fällen lagen
Risikofaktoren für PML vor, wie verschiedene immunsuppressive
Therapien und beeinträchtigte Immunabwehr. Ein Beitrag von CellCept®
zu dieser Erkrankung kann nicht ausgeschlossen werden.
Der volle Wortlaut ist zugänglich unter www.bfarm.de,
www.cellcept.de sowie unter www.abda-amk.de ("Lesen Sie auch").
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Rückruf
Infectogripp Nasengel
Alle Chargen
Die Firma Infectopharm GmbH, 64630 Heppenheim, bittet um folgende
Veröffentlichung:
„Der Vertrieb von Infectogripp Nasengel (PZN 0819639) wird mit
sofortiger Wirkung eingestellt, weil Textänderungen im Beipackzettel
erforderlich wären. Da ohnehin eine Einstellung der Vermarktung aus
wirtschaftlichen Gründen vorgesehen war, rufen wir die vorhandenen
Bestände zurück.
Wir bitten um Rücksendung des Medizinproduktes mittels APG-Formular
über den pharmazeutischen Großhandel.
Infectogripp Rachenspray mit Zink ist von dem Rückruf nicht
betroffen.“
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Chargenrückruf
Amoxibeta 750 mg Tabs
20 Tabletten zur Herstellung einer Suspension
Ch.-B.: 260028
Die Firma betapharm Arzneimittel GmbH, 86156 Augsburg, bittet um
folgende Veröffentlichung:
„Durch eine Kundenreklamation erhielten wir 8 Packungen Amoxibeta
750 mg Tabs (PZN 7391015), die Blister mit Amoxibeta 1000 mg Tabs
enthielten. Es handelt sich um eine Packmitteluntermischung.
Vorsorglich bitten wir um Überprüfung Ihrer Bestände und Rücksendung
vorhandener Packungen zur Gutschrift an unsere Retourenadresse:
Pharbil Waltrop GmbH, Im Wirrigen 25, 45731 Waltrop.“
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Information
Rebif (alle Stärken): Geänderte Aufbewahrungsbedingungen mit neuer
Formulierung
Die Firma Serono GmbH macht auf folgenden Sachverhalt aufmerksam:
„Ab Mitte Februar 2008 wird Rebif in allen Stärken in einer neuen
Formulierung hinsichtlich der Hilfsstoffe in den Arzneimittelverkehr
gebracht. Die Packungen der neuen Formulierung, die sich durch neue
Gestaltung und Aufmachung von den bisherigen Rebif-Packungen
unterscheiden, müssen durchgehend bei Temperaturen von 2°C bis 8°C
gelagert/aufbewahrt werden und besitzen vorerst nur eine Haltbarkeit
von 18 Monaten. Bei nicht sachgemäßer Lagerung/Aufbewahrung sind
Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht gewährleistet.
Die Serono GmbH bittet hiermit alle Apotheken, dies zu beachten und
auch die Patienten darauf hinzuweisen. Patienten mit Fragen zur
neuen Rebif-Formulierung können sich unter der kostenlosen
Telefonnummer (08 00) 7 32 43 44 an das Communication Center der
Serono GmbH wenden.
Die bisherige Formulierung von Rebif ist nach wie vor verwendbar und
verkehrsfähig; eine Rücknahme ist nicht vorgesehen.“
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Information
Pflanzliche Drogen: Verunreinigungen und Qualitätsverluste
AMK / Im Dreijahreszeitraum 2005 bis 2007 erhielt die
Geschäftsstelle der AMK 77 Meldungen aus Apotheken zu pflanzlichen
Drogen, 34 Meldungen wurden durch Untersuchungen des ZL bestätigt.
Hierbei handelte es sich vor allem um:
• fremde Bestandteile bei Ganzdrogen wie zum Beispiel Insekten,
Schneckengehäuse, Fremdsaaten, Metallteile;
• Schimmelbefall;
• Gespaltene oder perforierte Fruchtkapseln, zum Beispiel bei
Cardamomi fructus (siehe Foto 1)
• Verfälschungen bei Pulverdrogen;
• Mindergehalte an ätherischem Öl, besonders bei Pulverdrogen
Angaben zum Gehalt an ätherischem Öl gelten jeweils nur für die
Ganzdroge, nicht jedoch für geschnittene Ware, falls nicht anders
beschrieben. Pulverdrogen können besonders rasch Wertverluste bei
der Lagerung erleiden. Auch aus den Früchten entnommene Samen können
hohe Verluste an ätherischem Öl aufweisen. Eine kürzliche
ZL-Untersuchung des ätherischen Ölgehalts bei Cardamomi fructus DAC
ergab bei den bereits in der Droge vorliegenden losen Samen 24
ml/kg, also weit unterhalb des geforderten Grenzwertes von 40 ml/kg.
Wurden die Samen aus den Kapseln vor der Bestimmung aber frisch
herausgelöst, ergab sich ein regelrechter Ölgehalt von 46 ml/kg.
Folgende einfache Wareneingangskontrollen helfen bei der
Qualitätssicherung:
• Liegt zertifizierte Arzneibuchqualität vor?
• Erstreckt sich das Analysenzertifikat auch auf den Gehalt an
ätherischem Öl?
• Ist ein Abfülldatum des Inverkehrbringers angegeben?
• Liegt geeignetes Packmaterial vor?
Für Drogen und Drogengemische schreiben die Standardzulassungen als
Packmaterial vor:
Geklebte Blockbodenbeutel beziehungsweise Seitenfaltenbeutel aus
einseitig glattem, gebleichtem Natronkraftpapier 50g/qm, gefüttert
mit gebleichtem Pergamin 40 g/qm.
Als ungeeignet gelten Kunststoffbeutel aus Polyethylen oder
Polypropylen (ätherische Öle!) (1).
Bei Meldungen an die AMK (www.abda-amk.de) bitte das Datum des
Wareneingangs auf dem Meldebogen vermerken!
Literatur
1 Hanke G (1990) Stabilität von Drogen und Drogenzubereitungen. In:
Haltbarkeit von Grundstoffen und Zubereitungen in der Apotheke (Elste
U, Hrsg.), Stuttgart
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Information
Pankreatitis unter Exenatid (Byetta®)
AMK/ Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft berichtet
am 22. Februar 2008 über den Fall eines 66jährigen Patienten, dem
wegen Diabetes Typ II zusätzlich zu Metformin zunächst 10 µg/ Tag
und vier Wochen später 20 µg/Tag Exenatid verabfolgt wurde (1).
Kurze Zeit nach der Dosiserhöhung kam es zu gastroenteritischen
Beschwerden, danach zu akuten epigastrischen Schmerzen. Der Patient
klagte über Übelkeit auch bei kleinsten Mahlzeiten und berichtete
über Gewichtsabnahme. Ultraschall- und Laboruntersuchung zeigten das
Bild einer akuten Pankreatitis. Da alkoholtoxische und biliäre
Ursachen ausgeschlossen werden konnten, wurde wegen des zeitlichen
Zusammenhangs mit der Dosiserhöhung von Exenatid eine unerwünschte
Arzneimittelwirkung (UAW) vermutet. Nach Absetzen von Exenatid und
intensivmedizinischer Behandlung besserte sich die Symptomatik und
der Patient konnte nach 14 Tagen aus der stationären Behandlung
entlassen werden.
Nach Bewertung von 30 Fallberichten über akute Pankreatiden unter
Behandlung mit Exenatid hat die Food and Drug Administration im
Jahre 2007 einen entsprechenden Warnhinweis veröffentlicht. Auch im
deutschen Spontanmeldesystem (Stand: Dezember 2007) sind 26
Verdachtsfälle zu UAW nach Exenatid erfasst worden, hierunter sind 5
Pankreatiden. Die deutsche Fachinformation weist auf Spontanberichte
einer Pankreatitis nach Exenatid hin.
Da die Symptome einer Pankreatitis meist unspezifisch mit akuten
Bauchschmerzen mit oder ohne Übelkeit/ Erbrechen einhergehen, müssen
die Patienten in diesen Fällen zum unmittelbaren Arztbesuch
aufgefordert werden, damit Exenatid abgesetzt und auf ein anderes
Antidiabetikum umgestellt werden kann.
Meldungen zu UAW erreichen die AMK unter www.abda-amk.de
Literatur
1 www.akdae.de/20/20/Archiv/2008/20080222.html; zuletzt geprüft am
26.02.2008
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Chargenrückruf
Mitoxantron-GRY 2 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer
Infusionslösung
Ch.-B.: 0635/06H29UC
Aufgrund einer Mitteilung des Auftragsherstellers bittet die Firma
GRY-Pharma GmbH, 79199 Kirchzarten, um folgende Veröffentlichung:
„Bei den 10 mg/5 ml Packungen von Mitoxantron-GRY 2 mg/ml Konzentrat
zur Herstellung einer Infusionslösung (PZN 2750567) mit der
Chargenbezeichnung 0635/06H29UC haben Langzeituntersuchungen
ergeben, dass bei dieser Charge die angegebene Haltbarkeit des
Konzentrats von 24 Monaten nicht erreicht wird.
Eventuell noch vorhandene Bestände dieser Charge bitten wir der
Vernichtung zuzuführen und eine Vernichtungserklärung zusammen mit
den abgetrennten Deckellaschen der Faltschachteln, auf denen sich
Chargennummer und Verfalldatum befinden, zwecks Gutschrift an unsere
Adresse (GRY-Pharma GmbH, Kandelstraße 10, 79199 Kirchzarten) zu
senden.“
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Chargenüberprüfung
Immudynal Urtinktur
20 ml, 50 ml, 100 ml
Ch.-B.: 730120
Aus einer Apotheke erhielten wir eine Einsendung des oben genannten
Präparates. Die Firma Ardeypharm GmbH, 58313 Herdecke, bittet nun um
folgende Veröffentlichung:
„Es besteht die Möglichkeit, dass einzelne Flaschen der Immudynal
Urtinktur (PZN 7621596, 7549982, 7549999) der Charge 730120 ohne
Tropfeinsatz in den Handel gekommen sind.
Wir bitten vorsorglich um Überprüfung und Rücksendung fehlerhafter
Flaschen zwecks Umtausch an die Herstelleranschrift (Ardeypharm
GmbH, Loerfeldstraße 20, 58313 Herdecke).“
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Information
„Da Signa“ – „Berliner Handzettel“
AMK / Es war immer ein Beitrag zur Arzneimittelsicherheit: die
Dosierungsangabe auf ärztlichen Rezepten, das „Da Signa (D.S.)“. In
der Apotheke wurden die Angaben dann an den Patienten erklärend
weitergegeben. Dieses Verfahren scheint heutzutage weitgehend nicht
mehr der Fall zu sein, obwohl es von ärztlicher Seite weiterhin als
sicherheitserhöhend angesehen wird (1).
Auswertbare Daten hierzu fehlen aber, da die Datensätze für die
gesetzlichen Krankenkassen nach §300 SGB V (Arzneimittelabrechnung)
solche Dosierungsangaben nicht enthalten. Die Geschäftsstelle der
AMK hat keine Begründung für die verlassene Praxis gefunden, denn
• die Top Ten der installierten Arztpraxissoftware (zusammen über 76
% Marktanteil) (2) erlauben dem verordnenden Arzt weiterhin die
Eingabe einer Dosierungsangabe auf dem Rezeptformular
• Keine Vorbehalte existieren von Krankenkassenverbänden gegen eine
Angabe einer Dosierung auf dem Rezeptformular. Wiche der verordnende
Arzt deutlich von der Herstellerangabe der Dosierung ab, läge zwar
ein off-label use vor, der nur in besonderen Ausnahmesituationen
zulässig wäre. Eine Prüfung durch die kostenerstattende Kasse könnte
aber nur im Rahmen einer auffälligen Überschreitung des
Fachgruppendurchschnitts nach § 106 SGB V durch den Arzt erfolgen
und nicht im Sinne einer Prüfung der Dosierungsangabe eines
einzelnen Rezepts (3, 4).
Zur Unterstützung der apothekerlichen Praxis hat die
AMK-Geschäftsstelle in Zusammenarbeit mit der Apothekerkammer Berlin
einen Handzettel zur Medikation für die Mitgabe an die Patienten
konzipiert, der auch auf Deutsch-Türkisch
• als pdf unter „Berliner Handzettel“ auf www.abda-amk.de
• sowie nachfolgend als Kopiervorlage
zur Verfügung steht.
Literatur
1 BW (2007) Nehmen Sie das mal ein! Riskante Wechselwirkung zwischen
Kommunikation und Arznei. KVH aktuell 4: 21
2 http://www.kbv.de//ita/4299.html; zuletzt geprüft 21.2.08
3 Schreiben des VdAK/ BKK/ BLK an die AMK
4 Schreiben des IKK Bundesverbands an die AMK
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Rückruf
Zentramin Bastian N Ampullen
Alle Chargen
Die Firma Bastian-Werk GmbH, 81201 München, bittet um folgende
Veröffentlichung:
„Auf die Zulassung von Zentramin Bastian N Ampullen (PZN 3663238,
3663244, 3663250) haben wir verzichtet. Die Verkehrsfähigkeit aller
Packungsgrößen erlischt zum 29. Februar 2008.
Wir bitten deshalb um Überprüfung Ihrer Lagerbestände und um
Rücksendung aller Packungsgrößen (mit gültigem Verwendbarkeitsdatum)
zur Gutschrift mittels APG-Formular über den pharmazeutischen
Großhandel.
Diese Maßnahme bezieht sich nur auf Zentramin Bastian N Ampullen.
Zentramin Bastian N Tabletten sind nicht betroffen und werden auch
nicht zurückgenommen.“
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Rückruf
Nystatin Holsten Salbe
Alle Chargen
Die Firma Holsten Pharma GmbH, 79241 Ihringen, bittet um folgende
Veröffentlichung:
„Wegen Erlöschens der Zulassung ist das Präparat Nystatin Holsten
Salbe (PZN 4685006, 4685012, 4685029) ab 1. März 2008 nicht mehr
verkehrsfähig.
Wir bitten um Überprüfung des Warenbestandes und um Rücksendung noch
vorhandener Restbestände mittels APG-Formular über den
pharmazeutischen Großhandel.“
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Chargenrückruf
Otovowen
50 ml
Ch.-B.: 087100
Die Firma Weber & Weber GmbH & Co. KG, 82266 Inning/Ammersee, bittet
um folgende Veröffentlichung:
„Wir erhielten vereinzelt Reklamationen zu Otovowen (PZN 0753490)
wegen abweichender relativer Dichte. Die Chargenüberprüfung ergibt
keinen Grund zur Beanstandung, ein gesundheitliches Risiko besteht
nicht. Wir rufen die Charge 087100 vorsorglich zurück. Weitere
Chargen sind nicht betroffen.
Wir bitten um Rücksendung an die Herstelleranschrift: Weber & Weber
GmbH & Co. KG, Herrschinger Straße 33, 82266 Inning/Ammersee. Sie
erhalten umgehend Ersatz.“
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Chargenrückruf
Penis Marathon N Spray
Alle Chargen
Die Firma Milan Arzneimittel GmbH, 38667 Bad Harzburg, bittet um
folgende Veröffentlichung:
„Bei dem freiverkäuflichen Arzneimittel Penis Marathon N, 12 g Spray
(PZN 3035111), stimmt das deklarierte Verfalldatum nicht mit den
Registrierungsunterlagen der Nachzulassung überein. Daher rufen wir
das Produkt zurück. Betroffen sind alle Chargen, die derzeit im
Handel sind und bis Februar 2008 verfügbar waren. Die Chargen sind
im APG Formular aufgeführt. Ein signifikantes Risiko für die
Gesundheit besteht nicht.
Retournieren Sie bitte Ihre Bestände der genannten Chargen unter
Verwendung des APG-Formulars über den pharmazeutischen Großhandel.“
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Information
Nahrungsergänzungsmittel
AMK / Für Vorbehalte sorgen in den Apotheken oft von Patienten
vorgelegte, häufig dubiose Nahrungsergänzungsmittel.
Nahrungsergänzungsmittel durchlaufen kein arzneimittelrechtliches
Zulassungsverfahren, daher tragen sie auch keine Zulassungsnummer.
Nahrungsergänzungsmittel sind allerdings anzeigepflichtig beim
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
Für die Beurteilung von Nahrungsergänzungsmitteln in der Apotheke
sind zwei kurze Rechtstexte sehr hilfreich:
• §4, Abs. 4 der Verordnung über Nahrungsergänzungsmittel (NemV):
Danach dürfen Kennzeichnung und Aufmachung eines
Nahrungsergänzungsmittels sowie die Werbung dafür keinen Hinweis
enthalten, mit dem behauptet oder unterstellt wird, dass bei einer
ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung im Allgemeinen die
Zufuhr angemessener Nährstoffmengen nicht möglich sei.
• Art. 6 der europäischen Richtlinie 2002/46/EG: Danach dürfen
Kennzeichnung, Aufmachung und die Werbung den
Nahrungsergänzungsmitteln keine Eigenschaften zuschreiben, die der
Verhütung, Behandlung oder Heilung einer Humanerkrankung dienen und
dürfen auch nicht auf solche Eigenschaften hinweisen.
Meldungen zu Nahrungsergänzungsmitteln kann die AMK nur dann
zielgerichtet nachgehen, wenn aussagekräftige Belege vorgelegt
werden. Dies können sein:
• Gebrauchsinformation
• Kopie des Etiketts
• Manchmal auch Text einer veröffentlichten Werbeanzeige
Im EU-Ausland können sich Nahrungsergänzungsmittel im Handel
befinden, die nach arzneimittelrechtlicher Prüfung der Inhaltsstoffe
in Deutschland als Arzneimittel eingestuft würden. Patienten sind
sich dieses Sachverhalts oft nicht bewusst.
Meldungen erreichen die AMK unter
www.abda-amk.de
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Chargenrückruf
Floxal EDO Augentropfen
10 x 0,5 ml
Ch.-B.: 289477
Die Firma Dr. Mann Pharma GmbH, 13581 Berlin, bittet um folgende
Veröffentlichung:
„Im Rahmen der routinemäßigen Überprüfung unserer EDO-Abfüllanlagen
haben wir Abweichungen festgestellt. Das Risiko einer
Beeinträchtigung der Qualität der betroffenen Charge schätzen wir
als äußerst gering ein.
Trotzdem bitten wir Sie vorsorglich, Ihre Bestände an Floxal EDO
Augentropfen (PZN 2414094) zu überprüfen.“
Anmerkung der AMK: Bitte legen Sie die Packungen unter Quarantäne.
Die Rückgabemodalitäten werden firmenseitig noch geklärt.
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Information
Isoflavone
AMK / Ergänzend zu der in Kurzform referierten Studie des
Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu Isoflavonen auf Soja-
und Rotkleebasis (1), weist die Geschäftsstelle der AMK auf die
Empfehlungen zur täglichen Höchstmengen von Isoflavonen in anderen
europäischen Ländern hin:
• Das italienische Ministero della Salute hat für Bioflavonoide die
Anwendung während der Schwangerschaft nicht mehr zugelassen („Non
assumere durante la gravidanza“) und für Isoflavone die tägliche
Aufnahme beschränkt auf 80 mg (L’apporto gionaliero non devere
superare gli 80 mg/die“) (2).
• Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat in der
„Verordnung des EDI über Speziallebensmittel“ vom 23.November 2005
die für Erwachsene zugelassene Tagesdosis für Isoflavone auf 50 mg
festgelegt (3).
Auch wenn diese angegebenen Höchstwerte keine unmittelbare
rechtliche Bindungswirkung für Apotheken in Deutschland haben,
illustrieren sie dennoch die Risikobewertung von Isoflavonen/
Bioflavonoiden in anderen europäischen Ländern und sollten zur
Kenntnis genommen werden.
Literatur
1. AMK (2007) Risikobewertung von isolierten Isoflavonen auf Soja-
und Rotkleebasis. PZ 45: 115
2. www.ministerosalute.it/alimenti/dietetica/dieApprofondimento.jsp?lang=italiano&label=int&id=63:
“Disposizioni specifiche per ingredenti die derivazione erboristica”
(zuletzt geprüft am 28.1.08)
3. www.admin.ch/ch/d/sr/8/817.022.104.de.pdf : Verordnung des EDI
über Speziallebensmittel 817.022.104 (zuletzt geprüft am 28.1.08)
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Chargenrückruf
Visc-Ophtal sine Augengel
120 x 0,6 ml
Ch.-B.: 285287
Die Firma Dr. Robert Winzer Pharma GmbH, 13581 Berlin, bittet um
folgende Veröffentlichung:
„Im Rahmen der routinemäßigen Überprüfung unserer EDO-Abfüllanlagen
haben wir Abweichungen festgestellt. Das Risiko einer
Beeinträchtigung der Qualität der betroffenen Charge schätzen wir
als äußerst gering ein.
Trotzdem bitten wir Sie vorsorglich, Ihre Bestände an Visc-Ophtal
sine Augengel (PZN 0646423) zu überprüfen.“
Anmerkung der AMK: Bitte legen Sie die Packungen unter Quarantäne.
Die Rückgabemodalitäten werden firmenseitig noch geklärt.
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Information
Mycophenolatmofetil (CellCept®): Rote-Hand-Brief
Einzelfallberichte zu Entmarkungsprozessen in der weißen
Gehirnsubstanz von Patienten (progressive multifokale
Leukoenzephalopathie, PML) unter Behandlung mit CellCept® sind nach
Angaben eines Rote-Hand-Briefs vom 18. Februar 2008 der Firma Roche
Pharma AG, 79639 Grenzach-Wyhlen, Anlass für die Aufnahme dieses
Krankheitsbildes in die Fachinformation. Bei allen Fällen lagen
Risikofaktoren für PML vor, wie verschiedene immunsuppressive
Therapien und beeinträchtigte Immunabwehr. Ein Beitrag von CellCept®
zu dieser Erkrankung kann nicht ausgeschlossen werden.
Der volle Wortlaut ist zugänglich unter www.bfarm.de,
www.cellcept.de sowie unter www.abda-amk.de ("Lesen Sie auch").
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Rückruf
Infectogripp Nasengel
Alle Chargen
Die Firma Infectopharm GmbH, 64630 Heppenheim, bittet um folgende
Veröffentlichung:
„Der Vertrieb von Infectogripp Nasengel (PZN 0819639) wird mit
sofortiger Wirkung eingestellt, weil Textänderungen im Beipackzettel
erforderlich wären. Da ohnehin eine Einstellung der Vermarktung aus
wirtschaftlichen Gründen vorgesehen war, rufen wir die vorhandenen
Bestände zurück.
Wir bitten um Rücksendung des Medizinproduktes mittels APG-Formular
über den pharmazeutischen Großhandel.
Infectogripp Rachenspray mit Zink ist von dem Rückruf nicht
betroffen.“
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Chargenrückruf
Amoxibeta 750 mg Tabs
20 Tabletten zur Herstellung einer Suspension
Ch.-B.: 260028
Die Firma betapharm Arzneimittel GmbH, 86156 Augsburg, bittet um
folgende Veröffentlichung:
„Durch eine Kundenreklamation erhielten wir 8 Packungen Amoxibeta
750 mg Tabs (PZN 7391015), die Blister mit Amoxibeta 1000 mg Tabs
enthielten. Es handelt sich um eine Packmitteluntermischung.
Vorsorglich bitten wir um Überprüfung Ihrer Bestände und Rücksendung
vorhandener Packungen zur Gutschrift an unsere Retourenadresse:
Pharbil Waltrop GmbH, Im Wirrigen 25, 45731 Waltrop.“
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Information
Rebif (alle Stärken): Geänderte Aufbewahrungsbedingungen mit neuer
Formulierung
Die Firma Serono GmbH macht auf folgenden Sachverhalt aufmerksam:
„Ab Mitte Februar 2008 wird Rebif in allen Stärken in einer neuen
Formulierung hinsichtlich der Hilfsstoffe in den Arzneimittelverkehr
gebracht. Die Packungen der neuen Formulierung, die sich durch neue
Gestaltung und Aufmachung von den bisherigen Rebif-Packungen
unterscheiden, müssen durchgehend bei Temperaturen von 2°C bis 8°C
gelagert/aufbewahrt werden und besitzen vorerst nur eine Haltbarkeit
von 18 Monaten. Bei nicht sachgemäßer Lagerung/Aufbewahrung sind
Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht gewährleistet.
Die Serono GmbH bittet hiermit alle Apotheken, dies zu beachten und
auch die Patienten darauf hinzuweisen. Patienten mit Fragen zur
neuen Rebif-Formulierung können sich unter der kostenlosen
Telefonnummer (08 00) 7 32 43 44 an das Communication Center der
Serono GmbH wenden.
Die bisherige Formulierung von Rebif ist nach wie vor verwendbar und
verkehrsfähig; eine Rücknahme ist nicht vorgesehen.“
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Information
Pflanzliche Drogen: Verunreinigungen und Qualitätsverluste
AMK / Im Dreijahreszeitraum 2005 bis 2007 erhielt die
Geschäftsstelle der AMK 77 Meldungen aus Apotheken zu pflanzlichen
Drogen, 34 Meldungen wurden durch Untersuchungen des ZL bestätigt.
Hierbei handelte es sich vor allem um:
• fremde Bestandteile bei Ganzdrogen wie zum Beispiel Insekten,
Schneckengehäuse, Fremdsaaten, Metallteile;
• Schimmelbefall;
• Gespaltene oder perforierte Fruchtkapseln, zum Beispiel bei
Cardamomi fructus (siehe Foto 1)
• Verfälschungen bei Pulverdrogen;
• Mindergehalte an ätherischem Öl, besonders bei Pulverdrogen
Angaben zum Gehalt an ätherischem Öl gelten jeweils nur für die
Ganzdroge, nicht jedoch für geschnittene Ware, falls nicht anders
beschrieben. Pulverdrogen können besonders rasch Wertverluste bei
der Lagerung erleiden. Auch aus den Früchten entnommene Samen können
hohe Verluste an ätherischem Öl aufweisen. Eine kürzliche
ZL-Untersuchung des ätherischen Ölgehalts bei Cardamomi fructus DAC
ergab bei den bereits in der Droge vorliegenden losen Samen 24
ml/kg, also weit unterhalb des geforderten Grenzwertes von 40 ml/kg.
Wurden die Samen aus den Kapseln vor der Bestimmung aber frisch
herausgelöst, ergab sich ein regelrechter Ölgehalt von 46 ml/kg.
Folgende einfache Wareneingangskontrollen helfen bei der
Qualitätssicherung:
• Liegt zertifizierte Arzneibuchqualität vor?
• Erstreckt sich das Analysenzertifikat auch auf den Gehalt an
ätherischem Öl?
• Ist ein Abfülldatum des Inverkehrbringers angegeben?
• Liegt geeignetes Packmaterial vor?
Für Drogen und Drogengemische schreiben die Standardzulassungen als
Packmaterial vor:
Geklebte Blockbodenbeutel beziehungsweise Seitenfaltenbeutel aus
einseitig glattem, gebleichtem Natronkraftpapier 50g/qm, gefüttert
mit gebleichtem Pergamin 40 g/qm.
Als ungeeignet gelten Kunststoffbeutel aus Polyethylen oder
Polypropylen (ätherische Öle!) (1).
Bei Meldungen an die AMK (www.abda-amk.de) bitte das Datum des
Wareneingangs auf dem Meldebogen vermerken!
Literatur
1 Hanke G (1990) Stabilität von Drogen und Drogenzubereitungen. In:
Haltbarkeit von Grundstoffen und Zubereitungen in der Apotheke (Elste
U, Hrsg.), Stuttgart
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Chargenrückruf
Mitoxantron-GRY 2 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer
Infusionslösung
10 mg/5 ml, 20 mg/10 ml, 25 mg/12,5 ml, 30 mg/15 ml
Alle Chargen
Die Firma GRY-Pharma GmbH, 79199 Kirchzarten, bittet um folgende
Veröffentlichung:
„Weitergehende Untersuchungen (siehe Chargenrückruf Mitoxantron-GRY
vom 28. Februar 2008, Seite 117) haben ergeben, dass die deklarierte
Haltbarkeit von 24 Monaten nicht in jedem Fall gewährleistet werden
kann. Wir haben uns daher vorsorglich entschlossen, die oben
genannten Packungsgrößen Mitoxantron-GRY 2 mg/ml Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung (PZN 2750567, 2750627, 2750797,
2750857) bis zu einer abschließenden Klärung vom Markt zu nehmen.
Eventuell noch vorhandene Bestände bitten wir der Vernichtung
zuzuführen und eine Vernichtungserklärung zusammen mit den
abgetrennten Deckellaschen der Faltschachteln, auf denen sich
Chargennummer und Verfalldatum befinden, zwecks Gutschrift an unsere
Adresse (GRY-Pharma GmbH, Kandelstraße 10, 79199 Kirchzarten) zu
senden.“
Anmerkung der AMK:
Da es sich bei Mitoxantron um ein Zytostatikum handelt, weist die
AMK-Geschäftsstelle auf die notwendige Entsorgung als besonders
überwachungsbedürftiger Abfall mit Entsorgungsnachweis in
zugelassenen Abfallverbrennungseinrichtungen (zum Beispiel
Sonderabfallverbrennung) hin (siehe AMK-Information PZ 7/2008, Seite
125).
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Chargenrückruf
Tostran 2 % Gel
3x60 g
Ch.-B.: 427057
Aufgrund von Einsendungen aus Apotheken führte das
Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker eine Untersuchung des oben
genannten Präparates durch. Die Beanstandung wurde bestätigt. Die
Firma Arzneimittel Pro Strakan GmbH, 82319 Starnberg, bittet nun um
folgende Veröffentlichung:
„Bei Überprüfung der Charge 427057, Tostran 2 % Gel (PZN 0413185)
wurden bei einigen Dosierspendern Unregelmäßigkeiten in der
Dosierung festgestellt. Ursache hierfür ist vermutlich eine erhöhte
Luftmenge in den betroffenen Dosierspendern.
Daher rufen wir die Charge 427057 von Tostran 2 % Gel vorsorglich
zurück. Wir bitten um Überprüfung der Warenbestände und um
Rücksendung aller Packungen der genannten Charge mittels
APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel.“
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Chargenrückruf
Ciprofloxacin Biomo 250 mg
10, 20 Filmtabletten
Ch.-B.: 071101
Aus Apotheken erhielten wir Einsendungen des oben genannten
Präparates. Die Firma Biomo Pharma GmbH, 53770 Hennef, bittet nun um
folgende Veröffentlichung:
„Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass in einzelnen Packungen
Ciprofloxacin Biomo 250 mg Filmtabletten (PZN 5968315, 5968321) die
Gebrauchsinformation fehlt, wird die Charge 071101 zurückgerufen.
Bitte prüfen Sie Ihre Lagerbestände und senden Sie vorhandene
Packungen der genannten Charge mittels APG-Formular über den
pharmazeutischen Großhandel zurück .“
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Information
Merkmale gefälschter Kassenrezepte
AMK / Die Geschäftsstelle der
AMK nimmt die Meldung zu gefälschten Somatropinrezepten (PZ 6/2008,
Seite 115) zum Anlass auf typische Merkmale gefälschter
Kassenrezepte hinzuweisen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit treten die
folgenden charakteristischen Fälschungsmerkmale immer wieder
auf:
- die Druckzeilen sind nicht
einheitlich linksbündig;
- die Vertragsarztnummer in
der Kodierzeile rechts unten (Abbildung Feld Nr. 5) stimmt nicht
mit der Vertragsarztnummer im Arztfeld (Abbildung Feld Nr. 2)
überein;
- auch wenn keine
verbindlichen Formvorgaben für die Angaben im Arztstempel
existieren: auffällig ungeordnete Adressenangaben können ein
Fälschungsmerkmal sein, wenn zum Beispiel die Postleitzahl nicht
vor der Ortsangabe steht;
- das Geburtsjahr des
Versicherten ist vierstellig angegeben, obwohl die
Praxissoftware der Ärzte nur eine zweistellige Angabe zulässt („tt.mm.jj“).
Lieferverträge zwischen
Apothekerverbänden und Krankenkassen können eine Prüfpflicht
beispielsweise bei der Arztnummer enthalten, so dass im
Unterlassungsfall den betroffenen Apotheken Retaxierungen drohen.
Eine besondere
Prüfnotwendigkeit ergibt sich bei allen Arzneimittel, die
missbräuchlich verwendet werden können.
Arzneimittel mit
Abhängigkeitspotential werden auch
verstärkt auf Privatrezept verordnet und entgehen damit der
Mengenstatistik der GKV. Meldungen hierzu (www.abda-amk.de) sind
deshalb besonders wesentlich.

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