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41. Heilpraktikerkongress in Baden-Baden


Schon am Freitag, dem 28. März begann der Kongress mit einem gut besuchten öffentlichen Vortrag zum Thema
„Alter ist keine Krankheit“.

Das Thema Alter und die kritische Einstufung des Alters als Krankheit sowie die anderen Therapieansätze der Naturheilkunde zog sich als roter Faden durch den gesamten Kongress, die Vorträge und die Gespräche am Rande des Kongress.

Am Samstag begrüßte der Landesvorsitzende Dietmar Falkenberg die anwesenden Teilnehmer, Referenten, Firmenvertreter, Ehrengäste aus Politik und Verbandsfunktionäre.

Vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker waren der Bundesvorstand und die Landesvorstände der Landesverbände Berlin-Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen vertreten. Als Ehrengäste wurden auch Christian U. Vogel, der Präsident der Schweizerischen Naturärztevereinigung (NVS) sowie der Landesvorstand der UDH Baden-Württemberg begrüßt.

Herr Falkenberg erinnerte an die lange Liste der Referenten und die Bedeutung der Fortbildung für den Heilpraktikerberuf. Ein Dank ging auch an die befreundete Industrie, die in großer Zahl auf dem Kongress vertreten ist.

Dietmar Falkenberg sprach den Traum der Menschen an, den Alterungsprozess aufzuhalten oder gar rückgängig zu machen, wobei dieser Traum in der heutigen Mediengesellschaft von PR-Abteilungen, Kosmetikherstellern, Pharmaherstellern, Fitneß- und Welnessanbietern, Lifestyle- und Lebensmitteldesignern auch massiv propagiert und genutzt wird. Das menschliche Leben, die Gesundheit und das Wohlbefinden sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit sind individuelle Werte und Eigenschaften, die zahlreichen Einflussfaktoren unterliegen. Auf die Frage, wer in der heutigen hektischen, profit- und leistungsorientierten, multimedialen und ratslosen Epoche die Zeit und das Wissen hat, auf die Sorgen und Nöte des Individuums einzugehen gibt es eine klare Antwort: „Wir, die Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker“. Die besonderen Problemstellungen und physiologischen Veränderungen älterer Menschen setzen eine zusätzliche differenzierte Betrachtungsweise voraus. Um den daraus resultierenden, individuellen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen die Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker eine große Vielfalt an Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und den gesamten Arzneischatz der Naturheilkunde.

Als ältester und größter Berufsverband für Heilpraktiker bietet der Fachverband Deutscher Heilpraktiker an seinen Verbandschulen den höchsten Standart an Berufsausbildung, Weiterbildung und fachlicher Qualifikation. Dies wird sowohl durch eine
Praxisorientierte, dreijährige Vollzeitausbildung der Heilpraktikeranwärter, die in ganz Deutschland ihresgleichen sucht, gewährleistet, als auch durch weitergehende Schulungen, Seminare, Bezirksfachfortbildungen und Arbeitskreise, die der Fachverband als einziger Verband flächendeckend und bundesweit anbietet.




Christian U. Vogel, Präsident der Naturärztevereinigung der Schweiz
Christian Wilms, Vizepräsident FDH
Renate Rathmann, FDH Landesvorsitzende Hamburg
Reiner Krumbiegel, FDH Landesvorsitzender NRW
Mathias Remke, FDH stellv. Landesvorsitznder NRW


Die Zertifizierung der Aus- und Weiterbildung durch die Deutschen Heilpraktikerverbände (DDH), an deren Einführung und Umsetzung unser Verband maßgeblich beteiligt war, ist ein sichtbares und überprüfbares Zeichen, dass sich der Berufsstand der Verpflichtung einer zeitgemäßen Qualitätssicherung und Dokumentation durchaus bewusst ist und dieser auch nachkommt.

Bei aller Liebe zur Qualitätssicherung und der Sammlung und Auswertung von Erfahrungen wehrt sich der Fachverband aber gegen einschränkende Versuche der Standardisierung und Normierung, geschweige denn einer Rationierung von Leistungen, wie sie z.B. im System der gesetzlichen Krankenversicherung seit Jahren praktiziert wird. Was der Heilpraktikerberuf sicher nicht braucht, ist eine pseudo-wissenschaftliche Bewertung und Reglementierung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Der Fachverband wehrt sich gegen die damit verbundene Bevormundung, ja fast Entmündig8ung der Allgemeinheit unter dem Deckmantel des so genannten Patienten- oder Verbraucherschutzes.

Frau Ursula Lazarus, Mitglied der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, betonte in ihrem Grußwort die gesellschaftspolitische Bedeutung der Gesundheit und gerade des Mottos des 41, Heilpraktikerkongresses zum Thema „Altern ist keine Krankheit“. Sie überbrachte auch die Grüße des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Stefan Mappus zum 41. Heilpraktikerkongress.




Horst Edelhoff, FDH stellv. Landesvorsitznder BAWÜ
Bärbl Mielich, MdL B90/Grüne
Ursula Lazarus, MdL CDU
Wolfgang Gerstner, Oberbürgermeister der Stadt Baden-Baden

 

Frau Bärbl Mielich, die Gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis90/die Grünen im Landtag und zuständig für Alter und Gesundheit sprach ebenfalls ein Grußwort. Die Grünen setzten sich für Therapievielfalt innerhalb des Gesundheitssystems ein und sehen im Heilpraktiker einen wichtigen Bestandteil.

Herr Wolfgang Gerstner, der Oberbürgermeister der Stadt Baden-Baden freute sich, dass der FDH Baden-Württemberg zum 41. Jahr den Heilpraktikerkongress begeht, davon zum 36. Mal in Baden-Baden. Der Oberbürgermeister betonte die Bedeutung von Gesundheit, von Kuren und Kultur in Baden-Baden. Angesichts des schönen Wetters kann man im positiven Sinne sagen: „Die Heilpraktiker haben den Frühling nach Baden-Baden gebracht“.

Christian U. Vogel, der Präsident der Naturärztevereinigung der Schweiz (NVS), die gute Beziehungen zum Fachverband Deutscher Heilpraktiker unterhält, wünschte dem Kongress und dem Geist der Naturheilkunde in Baden-Baden alles Gute.

Peter A. Zizmann, der Präsident des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker überbrachte die Grüße des FDH-Bundesverbandes und der Landesverbände des FDH. Herr Zizmann betonte die Bedeutung des Kongress als Fortbildungsmöglichkeit und als gesellschaftliches Ereignis. Der Präsident betonte, dass Deutschland und die Schweiz die „Leuchttürme“ der Naturheilkunde in Europa, ja in der Welt sind. Durch die Heilpraktiker wurde die Naturheilkunde bewahrt und weiter entwickelt und durch den großen Erfolg der Naturheilkunde wird diese auch für andere Berufsgruppen interessant. Dies gilt zum einen für die Ärzteschaft aber leider auch für Nachahmer, die ohne jegliche rechtliche Qualifikation und Legitimation die Naturheilkunde ausüben und diese durch eine möglicherweise unsachgemäße Anwendung auch schädigen könnten. Der 41. Heilpraktikerkongress demonstriert deutlich die Verbundenheit zwischen den Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern und den Firmen der befreundeten Industrie. Der Fachverband Deutscher Heilpraktiker setzt sich intensiv für die naturheilkundlichen Arzneimittel und Produkte ein und die Firmen unterstützen gleichzeitig auch den Berufsstand des Heilpraktikers.

40 Dozentinnen und Dozenten sorgten in 52 Vorträgen für ein informatives und abwechslungsreiches Programm für die ca. 1.300 Teilnehmer mit Vorträgen zur Irisdiagnostik, Diätetik, Homöopathie, traditioneller Naturheilkunde, Psychologie und Psychotherapie, Akupunktur und weiteren Naturheilverfahren.

Am Samstag fand auch wieder der beliebte Gesellschaftsabend mit Gala-Buffet und einem interessanten Unterhaltungsprogramm statt. Horst Edelhoff, der 2. Landesvorsitzende führte durch das Programm. Anlässlich des Gesellschaftsabends bot sich auch die Gelegenheit zur Ehrung von langjährigen Mitgliedern und zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an den Kollegen Natale Ferronato aus der Schweiz.

Den Abschluss des Kongresses bildete ein Bio-Imbiss vor der Heimreise am Sonntagmittag. Gut gestärkt fuhren die Teilnehmer nach Hause um ab Montag das erlernte in den Praxen anzuwenden. Ein gelungener Heilpraktikerkongress, zu dem man den Organisatoren und dem Landesverband gratulieren kann und der Vorfreude auf den 42. Heilpraktikerkongress am 4. und 5. April 2008 erzeugt.


Arne Krüger


Industrieausstellung

 

 

Begrüßungsrede (Dietmar Falkenberg, FDH Landesvorsitzender BAWÜ)
 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, im Namen des Fachverband Deutscher Heilpraktiker – Landesverband Baden-Württemberg begrüße ich Sie ganz herzlich zu unserer 41. Landesfachfortbildung.
Besonders begrüßen darf ich vom Fachverband Deutscher Heilpraktiker Bundesvorstand der mit dem Präsidenten Peter A. Zizmann und den Vizepräsidenten Chrsitian Wilms und Arne Krüger vertreten ist und die Landesvorstände der Landesverbände Berlin-Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Als Ehrengäste möchte ich auch Christian U. Vogel, den Präsidenten der Schweizerischen Naturärztevereinigung (NVS) sowie den Landesvorstand der UDH Baden-Württemberg begrüßt. Von Seiten der Politik sind anwesend, Frau Ursula Lazarus, Mitglied der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg,
Frau Bärbl Mielich, die Gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis90/die Grünen im Landtag und Herr Wolfgang Gerstner, der Oberbürgermeister der Stadt Baden-Baden.

Ein besonderer Dank und ein herzliches Willkommen gilt auch den Damen und Herren der ausstellenden Industrie, die in diesem Jahr zahlreicher denn je unsere Tagung mit ihrer Anwesenheit und den vielfältigen Angeboten und Informationen bereichern.

„Alter ist keine Krankheit“ ... unter diesem Motto steht unser diesjähriger Kongress.
Die Menschen träumen seit Generationen davon, den Alterungsprozess aufzuhalten oder gar rückgängig zu machen. Da dieser Prozess genetisch determiniert ist, bleibt das vermutlich ein Traum (bzw. ein Alptraum der Sozial- und Rentenversicherung). Möglich und sinnvoll sind aber verschiedene Maßnahmen zur Verhinderung vorzeitigen Alterns sowie das Hinauszögern der altersbedingten Abbauprozesse und damit auch der Krankheitsvorbeugung.

Wir erleben und erleiden gerade eine Zeit, in der die Medien, sowie die PR-Abteilungen von Kosmetikherstellern, Pharmaherstellern, Fitneß- und Wellness- Anbietern, Lifestyle- und Lebensmitteldesignern und viele Andere, die ewige Jugend oder zumindest den Erhalt oder gar die Steigerung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität für Jedermann propagieren.
Viele dieser Tipps und Trends sind durchaus wertvoll und nachahmenswert, etliche sind entbehrlich und nicht wenige leider auch schädlich. Die Preise und die Plausibilität der Angebote sind hierbei ebenso wenig ein Qualitätsmerkmal, wie mehr oder minder vorhandene staatliche Kontrollen, Gütesiegel, wissenschaftliche Studien oder Testergebnisse.

Menschliches Leben, Gesundheit, Wohlbefinden, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit sind individuelle Werte und Eigenschaften, die zahlreichen Einflußfaktoren unterliegen. Annähernd bewerten und beurteilen kann man Sie nur in Bezug auf das Leben, die Lebenseinstellung, die Wertvorstellungen, Wünsche und Ziele jedes Einzelnen.
Aber wer hat in einer hektischen, profit- und leistungsorientierten, multimedialen und rastlosen Epoche wie dieser noch die Zeit, sich mit solchen Fragen ernsthaft auseinander zu setzen und auf die Sorgen und Nöte des einzelnen Individuums einzugehen?
Eine klare Antwort auf diese Frage lautet „ Wir Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen“!
Mit dem ganzheitlichen Ansatz unserer Diagnose- und Therapiemethoden und unserem seit Generationen unverändert gültigen Berufsethos ist es uns eine praktisch naturgegebene und selbstverständliche Pflicht, die hilfesuchenden Patientinnen und Patienten dort abzuholen wo sie stehen und mit ihnen gemeinsam ein individuelles Konzept zur Vorbeugung, Linderung und Heilung ihrer Beschwerden zu erarbeiten.
Durch das eingehende Gespräch und das durch spürbare Verbesserungen rasch wachsende Vertrauensverhältnis zwischen uns und unseren Patienten, bewirken wir, wie kaum ein anderer Beruf in diesem Land, eine Bewußtseinsbildung und Verhaltensänderung und tragen damit nicht nur zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung, sondern ganz nebenbei zu einer Kostensenkung des Gesundheitswesens und Einsparungen der Sozialkassen bei. Wir waren in den vergangenen Jahrzehnten damit auch maßgebliche Ideengeber und Protagonisten einer gesunden und umweltbewußten Lebensweise und haben auf vielfältige Art zu positiven Veränderungen gesellschaftlicher Normen beigetragen.

Menschen und ihre Erkrankungen sind so unterschiedlich wie z.B. die Hautfarbe, das Geschlecht, die Religion oder soziokulturelle Wertvorstellungen. Die besonderen Problemstellungen und physiologischen Veränderungen älterer Menschen, setzen eine zusätzlich differenzierte Betrachtungsweise voraus.
Um den daraus resultierenden, individuellen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen
wir eine ebenso große Vielfalt an Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.

Als ältester und größter Berufsverband der Heilpraktiker bieten wir den höchsten Standard an Berufsausbildung, Weiterbildung und fachlicher Qualifizierung. Dies wird sowohl durch eine praxisorientierte, 3-jährige Vollzeitausbildung der HP-Anwärter, die in ganz Deutschland ihresgleichen sucht, gewährleistet, als auch durch weitergehende Schulungen, Seminare, Bezirksfachfortbildungen und Arbeitskreise, die wir als einziger Verband flächendeckend und bundesweit anbieten.
Die Zertifizierung der Aus- und Weiterbildung durch die Deutschen Heilpraktikerverbände, an deren Einführung und Umsetzung unser Verband maßgeblich beteiligt war, ist ein sichtbares und überprüfbares Zeichen, daß der Berufsstand sich der Verpflichtung einer zeitgemäßen Qualitätssicherung und Dokumentation durchaus bewußt ist und dieser auch nachkommt.
Bei aller Liebe zur Qualitätssicherung und der Sammlung und Auswertung von Erfahrungen wehren wir uns gegen einschränkende Versuche der Standardisierung und Normierung, geschweige denn eine Rationierung der Leistungen, wie sie z.B. im System der gesetzlichen Krankenversicherungen seit Jahren praktiziert wird. Was wir alle sicher nicht brauchen, ist eine pseudo-wissenschaftliche Bewertung und Reglementierung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten.
Noch weniger wollen wir eine Vereinheitlichung des Gesundheitswesens auf der Basis einer gleich schlechten, standardisierten Leistung für Alle.
Es ist schlimm genug, was in dieser Richtung in den vergangenen Jahren bereits passiert ist und in welchem Umfang sich die Vielfalt des Angebots bereits verringert hat, ohne daß dadurch auch nur ein einziger Euro eingespart, geschweige denn eine bessere Versorgung erreicht worden wäre.
Wir wehren uns auch gegen die damit verbundene Bevormundung, ja fast Entmündigung der Allgemeinheit unter dem Deckmantel des sog. Patienten- oder Verbraucherschutzes.

Unsere Prämisse ist und bleibt ein optimal angepaßtes und erfahrungsoffenes Spektrum an Diagnose- und Therapiemethoden, das sich ausschließlich an den Erfordernissen der Patientinnen und Patienten orientiert und damit letzten Endes nicht nur erfolgreicher ist, sondern auf Dauer auch dabei hilft Kosten zu sparen, Ressourcen zu schonen und weiteren Erkrankungen vorzubeugen.

„Das Altern ist keine Krankheit“ sondern ein ganz natürlicher, lebenslanger Prozess, den es zu akzeptieren, zu begleiten und sinnvoll zu nutzen gilt.
Der Umgang mit dem Phänomen des Alterns fängt bei Schwangerschaft und Geburt an und endet mit der Begleitung Sterbender und dem Tod.

Was wir aus den Erfahrungen und Erkenntnissen unserer Arbeit, zu diesen vielleicht menschlichsten aller Aufgabenstellungen beitragen können, werden wir auch weiterhin mit allen verfügbaren Mitteln, mit ganzer Kraft und im Bewußtsein der hohen Verantwortung tun.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 



 

 

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